Die Zähne

Die am häufigsten vorkommende Zahnerkrankung bei Menschen mit Down-Syndrom ist die Parodontose, eine bakterielle Entzündung des Zahnfleisches und der Kieferknochen, die die Zähne halten. Ursache dafür sind Bakterien, die im Zahnbelag zu finden sind. Der Parodontose lässt sich durch regelmäßiges Zähneputzen vorbeugen. Dagegen kommt Karies, die die gleiche Ursache hat, bei Menschen mit Down-Syndrom selten vor.
Ab dem dritten Lebensjahr des Kindes wird ein regelmäßiger Zahnarztbesuch
zweimal jährlich empfohlen. Er ist besonders wichtig bei Kindern mit Herzfehlern, da Entzündungen der Zähne bakterielle Herzerkrankungen hervorrufen können.


Wie bei anderen Kindern gilt allgemein: möglichst wenig Zucker bei der Ernährung und bei Bedarf zusätzliche Fluoride verabreichen. Weiterhin kann es bei Menschen mit Down-Syndrom, gerade bei den ersten Zähnen, zu Fehlstellungen der Zähne kommen und auch einen Querwuchs aufweisen. D.h. die Zähne wachsen nicht normal senkrecht nach untern, sondern z.B. in den Mund hinein, sind in sich verdreht oder wachsen einfach gar nicht. Dies kann im Zusammenhang mit der Muskelschwäche, die auch im Bereich der Kiefermuskulatur häufig vorhanden ist, Probleme beim Essen hervorrufen. Für das Kind kann es auch schon schwer sein, richtig zu zubeißen. Aufgrund der Fehlstellung und/oder von fehlenden Zähnen wird das Essen und Zubeißen noch mehr erschwert.

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